Geheimtipp

Elektroporzellanmuseum Margarethenhütte

Von Kohle, Ton und Kaolin zum Elektroporzellan

Die Margarethenhütte in Großdubrau war ursprünglich ein Bergbaubetrieb. Hier wurde nicht nur Kohle aus der Erde geholt, sondern auch Ton und im Nachbarort Koalin. Dessen Tagebau ist jetzt der Badesee "Blaue Adria". Ende des 19. Jahrhunderts enstand in Großdubrau eine Tonwarenfabrik, die auch elektrotechnische Porzellanerzeugnisse herstellte. Die Hochspannungs-Isolatoren für die erste Drehstrom-Fernübertragung von 1891 stammen aus der Margarethenhütte.

Im ehemaligen Rundofengebäude von 1885 zeigen funktionsfähige Geräte und Maschinen eindrucksvoll die historische Herstellung von Porzellanisolatoren. Über drei Etagen geben 17 Ausstellungsräume, Filmvorführungen und ein Hochspannungs-Prüffeld im wahrsten Sinne des Wortes „spannende“ Einblicke. Großmutters Stube veranschaulicht, wie viele Elektro-Porzellanprodukte im Alltag gegenwärtig waren. Und auf dem Freigelände befindet sich neben großformatigen Exponaten auch ein funktionierender Rohölmotor von 1938, der heute noch Strom erzeugt.

Auch für Kinder gibt es - auf Anfrage - viel zu sehen und eine Menge zu tun: Schätze suchen, Gold waschen und Steine schleifen. Und wer Lust hat, versucht sich beim Gießen von Keramik, beim Drehen an der Aufdrehspindel oder im Atelier beim Gestalten mit Ton.